Camper on tour, mit Zelt, Wohnwagen, Bus oder Reisemobil unterwegs und Freundschaften pflegen

Pfingstausfahrt zum Weingut Geiger/Pfalz

Wir haben es ja schon fast nicht mehr geglaubt, aber dann wurde die Pfingstausfahrt doch noch (eingeschränkt) möglich: wir durften (allerdings nur mit den Wohnmobilen) anreisen!!! Wohnwagen wurden ausgeschlossen mit der Begründung, im Gegensatz zu den Wohnmobilen können sie im Fall eines Brandes o.ä. nicht einfach davonfahren aus eigener Kraft. Ganz Deutschland hat sich nach Wochen der Coronaeinschränkungen gesehnt nach der Lockerung, in BW und Rheinland-Pfalz auf Stellplätzen wieder Urlaub zu machen. Und so sah es dann auch aus. Wir hatten 7 Plätze bestellt, ich war am Donnerstag vor Pfingsten schon angekommen und bekam mit Müh und Not noch die benötigten Plätze, unten auf der Wiese. Man stand eng, Markise war nicht möglich, 4 Fahrzeuge an meiner Kabeltrommel, Restaurantbesuch nur mit Nasen-Mundschutz, Waschraum und Toiletten waren wie auch der Gemeinschaftsraum geschlossen, aber man durfte (mit NM-Schutz) die Toilette des Restaurants benutzen. Allen Einschränkungen zum Trotz haben wir doch einige sehr schöne Tage verbringen können.

Am Freitag trudelten die meisten ein, bis dahin galt es, die 4 Plätze nebeneinander standhaft zu verteidigen. Gegenüber neben der Baustelle bekamen wir 2 weitere Plätze und den letzten hätten wir hinter uns bekommen. Damit konnten wir alle beieinander stehen. Für den Samstagabend hatten wir eine private Weinverköstigung organisiert: 7 Weine des Weingutes waren besorgt, dazu echte Gläser und wir hatten einen Sommelier, der uns die Weine nacheinander vorstellte, beschrieb und einschenkte. Dazu gab es Häppchen, die von 2 Frauen schön angerichtet waren. Wir saßen eng zwischen zweien unserer Wohnmobile, aber immer bedacht darauf, den Sicherheitsabstand einzuhalten. Bei den Unterhaltungen war man dewegen beschränkt auf die nächsten Mitglieder. Und dennoch war es schön, sich mal wieder zu sehen und zu sprechen.

Am Sonntag war dann "Reste trinken" am Abend angesagt, außerdem hatte der Winzer am Vormittag unsere Bestellungen ausgeliefert.

Am Montag mussten die ersten leider schon wieder abreisen, am Dienstag nochmal 2, sodass nur noch 2 Einheiten bis zum Donnerstag blieben. Diese beiden Einheiten hatten täglich mit den Pedelecs Touren von 30-50km gefahren, z.B. zur Burg Landeck, nach Bad Bergzabern, nach Wissembourg in Frankreich, nach Kandel und zur Burg Trifels. Ja, da ist man als Wohnmobilfahrer froh, wenn man ein Pedelec dabei hat. Sonst konnte man meist mit den Autos der Wohnwagenfahrer zu Besichtigungen mitfahren. Der Ausflug nach Wissembourg war etwas besonders: schon nach wenigen km war klar, dass mein Rad hinten Luft verlor. Philipp war gut ausgerüstet mit Ersatzventil und -schlauch, aber schnell war auch klar, dass es reicht, alle 20min aufzupumpen (was er selbst dankenswerter weise übernahm!). So kamen wir auf Radwegen ganz unbemerkt auf französisches Staatsgebiet, ohne Kontrollen, lediglich die anderen Kfz-Kennzeichen und andere Schilder wiesen darauf hin. Bei der Besichtigungstour wollten wir u.a. Sehenswürdigkeiten auch das Grabenloch sehen, fanden aber nur einen Franzosen mit Hund, beide standen nahe am Bach und hatten offensichtlich große Angst vor uns wegen Corona! Auf der Rückfahrt erwartete uns dann auf der Straße die deutsche Polizei, fragte, ob wir deutsche Staatsbürger seien, kontrollierte die Ausweise und wünschte uns gute Weiterfahrt. 

Am Mittwoch radelten die beiden Männer zur Burg Trifels mit geflicktem Fahrradschlauch!

Bilder der Radtouren