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Besichtigung im DLR, Zentrum für Luft-und Raumfahrt in Lampoldshausen

 Erst seit Kurzem frei zur Besichtigung

Am 11.11.2016 besichtigten rund 20 unserer Clubmitglieder das Forschungs- und Testzentrum DLR  in Lampoldshausen.

Link zum DLR 

Was wird dort gemacht?

Hier werden alle Raketenmotoren bei Bedarf  unter Weltraumbedingungen 10 Minuten lang getestet, erst danach werden sie nach Südamerika geschickt um mit ihnen die Ariane-Raketen der ESA in den Weltraum zu bringen. Ohne diesen Test darf keine Rakete starten.

Erfahren Sie mehr was transportieren die Raketen?

Mit diesen Raketen wurde Material zur Raumstation ISS befördert, werden die Satelliten des europäischen Navigationssystems GALILEO in die Umlaufbahn gebracht. Erfahren Sie mehr

Wir hatten das Glück, einen "Mann der 1. Stunde" als Führer zu bekommen. Er war seit Anbeginn des DLR in Lampoldshausen in der feinmechanischen Werkstatt tätig, wo viele Ideen der Forscher in Material umgesetzt wurden und dann geprüft wurde, ob die erwünschten Verbesserungen erzielt wurden. Hier wurden viele Eigenentwicklungen in die Realität umgesetzt: z.B. erfand man eine Methode, mit Hilfe eines Raketenmotors Heißdampf zu erzeugen, der dann Turbinen antreibt und diese treiben Vakuumpumpen an um den Testraum des zu testenden Raketenantriebs luftleer (2mbar) zu machen. Diese Testanlage ist einmalig auf der Welt, auch deshalb ist Lampoldshausen so wichtig.

Heute werden alle hier getesteten Raketenmotoren mit Wasser- und Sauerstoff betrieben, d.h. als Verbrennungsrückstand entsteht chemisch reines Wasser, allerdings bei der sehr hohen Temperatur als Wasserdampf. Auch zur Kühlung der Umlenkanlagen für den Raketenstrahl braucht man Wasser, pro Sekunde ungefähr 3 m³. Diese Wassermengen werden zu einem Teil wieder gewonnen durch Abkühlung der erzeugten Dampfwolke, aber den Test eines Raketenmotors kann man trotzdem in der Umgebung erfahren, es steigt eine riesige Wasserdampfwolke in den Himmel. Das Testzentrum liegt deshalb weit abgelegen in einem großen Waldgebiet.

Wir konnten aufgeschnittene Raketenmotoren sehen, ihre Entwicklungsgeschichte wurde uns in Exemplaren des Museums vorgeführt und einmal vor der obersten Stufe einer Arianerakete im Original zu stehen (5,5m Durchmesser!) ist schon beeindruckend.

In 2 Filmen wurden wir über Erfolge und auch die 2 Misserfolge sowie über die aktuellen Arbeiten bzgl. GALILEIO und Raumsonden informiert. Unsere Fragen konnte unser Führer dank seiner Integration in die 30-Personen-Mannschaft sehr gut und verständlich beantworten und so war es eine bereichernde Exkursion!